Bewegung steht im Mittelpunkt

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Bewegung steht im Mittelpunkt

Flensburger Tageblatt vom 15.09.2018 / von Helga Böwadt

An der Grund- und Gemeinschaftsschule Schafflund wurde der Pausenhof neu gestaltet

„Vor 20 Jahren wurde unser Projekt Pausenhof mit dem Spielraumpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes ausgezeichnet – das war ein Riesending und wir bekamen dafür 10000 Mark“, erinnerte sich Schulverbandsvorsteher Volkert Petersen bei der Einweihung des neu gestalteten Schulhofs. Damals hatten sich bundesweit 80 Schulen beworben, aber das Schafflunder Konzept überzeugte mit seiner Beteiligungskultur von der Planung bis zur Umsetzung. Jetzt war es an der Zeit, den Bedürfnissen und Wünschen der heutigen Schülergeneration gerecht zu werden. Und wieder stand die Einbeziehung der Kinder im Mittelpunkt. In den vergangenen acht Jahren wurden mehrere Anläufe gestartet, Modelle entworfen und Schülerbefragungen durchgeführt. Der Durchbruch gelang im Sommer 2017, als 21 Schüler der Schülervertretung in einem Seminar konkrete Vorstellungen erarbeiteten.
„Wir wollen etwas ändern“, erzählt Schülersprecher Simon Trinkies. Mit Verbindungslehrerin Bettina Trede hatten die Schüler in Fotos vom Ist-Zustand ihre Ideen hineingemalt, diese der Schülerschaft und der Schulkonferenz vorgestellt. „Wir haben analysiert, was die Schüler in der Pause machen und was ihnen fehlt“, erklärt Bettina Trede und ist begeistert vom Ergebnis. Gefehlt haben vor allem ausreichend Räume zum ungestörten Fußballspielen.
Schülersprecherin Lara Otte freut sich angesichts der vier mit Ballfangzäunen voneinander abgetrennten Spielfelder: „Es ist toll, der neue Gummiboden ist schön abgefedert, es gibt keine Verletzungen und viele können gleichzeitig spielen.“ Außerdem werde die Anlage auch im Sportunterricht für kleine Turniere genutzt.
Doch von der Vorarbeit bis zur tatsächlichen Realisierung in den Sommerferien war es ein langer Weg. Eltern und Lehrer hatten beobachtet, dass sich die Schüler in den Pausen immer weniger bewegen. Maike Starke von der Europa-Universität wurde mit ins Boot geholt, um das Projekt wissenschaftlich zu untermauern. Unter dem Motto „Bewegte Pause“ sollten attraktive Angebote zum kooperativen Spielen geschaffen werden, gleichzeitig der Hirnforschung Rechnung getragen werden, die den Zusammenhang zwischen Bewegung, Konzentration und Lernleistung in den Fokus rückt.
Das Grünplanungsbüro Natur & Kultur nahm sich all dieser Wünsche an und entschied sich für zwei ins Auge stechende Spielgeräte. „Sie sind multifunktional und fördern Mut, Kraft und Balance gleichzeitig“, erklärt Planer Hans-Herbert Tölke die Modelle. Um ausgewogene Angebote zur Bewegung und Entspannung anzubieten, finden sich nun überall verteilt gemütlich Chill- und Lümmelbänke, eine Torwand und als Highlight eine Freilichtbühne. Der Brunnenplatz und ein Klassenzimmer im Freien wurden bereits im ersten Bauabschnitt fertiggestellt. Mit rund 100000 Euro fördert die Aktivregion das Vorhaben.

By |2018-09-26T22:05:30+00:0026 September 2018|Schule allgemein|0 Comments

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